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Wir im Pressespiegel
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 22.12.2011
Mündersche Tafel: Kunden werden mehr
Weihnachtstüten für Familien und Alleinstehende / Stadt hat auf Angebot aufmerksam gemacht
Siegfried Schönfeld verteilt Süßes an die jüngsten Tafel-Kunden. Foto:lil
Bad Münder (lil). Rund 14,5 Prozent der Bundesbürger sind armutsgefährdet, wie der Paritätische Wohlfahrtsverband gestern in seinem Armutsbericht 2011 bekannt gegeben hat. Dass ein voller Kühlschrank – gerade zum Ende des Monats – auch in der Kurstadt nicht für jeden selbstverständlich ist, zeigte sich gestern Mittag bei der Lebensmittelausgabe der Münderschen Tafel. Das Besondere: Dieter Hainer und sein Team überraschten ihre Kunden mit Weihnachtstüten. „Wir haben 80 Tüten gepackt“, erzählt er. Von Orangen über Schokolade bis hin zu Wurst in Dosen und sogar Shampoo war darin alles enthalten, „was man zum Fest gebrauchen kann.“ Hainer fügt hinzu: „Aufgrund der Sammlung bei Rewe konnten wir noch Kartoffelknödel oder Gnocchis hinzugeben.“ Für die Kinder gab es Zahnbürsten und Plüschtiere. „Wir haben außerdem gerade 20 Weihnachtsbäume an Familien vorwiegend mit kleinen Kindern verteilt“, berichtet Siegfried Schönfeld vom Tafel-Leitungsteam. Die Tannen hatten Henning Priesett und Klaus Roske gespendet. Gut 60 Kunden – darunter Rentner, Alleinerziehende sowie Großfamilien – kämen regelmäßig zur Münderschen Tafel, so Hainer. „Unsere Vermutung ist, dass durch das Schreiben der Stadt einige Neukunden hinzugekommen sind“, so der Ehrenamtliche. „Für uns bedeutet das eine neue Herausforderung.“ Fachbereichsleiterin Elisabeth Borcherding hatte Anfang des Monats alle Leistungsempfänger der Stadt schriftlich auf den Zuständigkeitswechsel des Sozialamts zum 1. Januar 2012 (wir berichteten) hingewiesen und eine Einladung der Münderschen Tafel hinzugefügt. „Es ist erfreulich, dass einige unserer Leistungsempfänger einen Ausweis beantragt haben“, findet sie. „Was die Ehrenamtlichen dort leisten, verdient Lob und Anerkennung.“ Hainer und seine neun Kollegen hatten gestern alle Hände voll zu tun – noch mehr als sonst. „Wir sind heute mit einer größeren Mannschaft aufgestellt“, sagt er. Insgesamt engagieren sich rund 30 Männer und Frauen bei der Münderschen Tafel.