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Für Menschen in Bad Münder, die unserer Hilfe bedürfen, haben wir gemeinsam etwas Wertvolles geschaffen.
Wir im Pressespiegel
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 10.01.2017
Das Ehrenamt wird‘s schon richten
Tafel-Helfer fühlen sich von der Politik alleingelassen – aber das bremst ihren Einsatz nicht
Von Jens Rathmann
BAD MÜNDER. Hochbetrieb in dem kleinen Laden der münderschen Tafel am Theenser Anger. Die Helfer stapeln Lebensmittelkisten, sortieren Salat und Paprika, Zucchini und Kindernahrung, Milch und Brot – Nahrungsmittel, die eigentlich im Müll landen würden, weil sie kurz vor dem Ablaufdatum stehen oder nicht mehr schön aussehen. Die Zahl der Menschen in Bad Münder, die über diese Lebensmittel froh sind, ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. „Gerade im ersten Halbjahr haben wir rund ein Viertel mehr Kunden gehabt“, sagt Dieter Hainer, Vorsitzender der als Verein organisierten Tafel. Ein Viertel mehr – das bedeutete Woche für Woche rund 100 Berechtigte, die für sich und ihre Familien die Unterstützung der Tafel in Anspruch nahmen. Eine hohe Zahl, und doch eine Zahl, die längst nicht das Ausmaß der Hilfe deutlich macht: Hinter einer Berechtigungskarte kann eine einzelne Person stehen, zumeist aber sind es Familien mit Kindern, oft vielen Kindern. „100 Kunden, das war zur Hochzeit der Flüchtlingsströme“, sagt Hainer – derzeit habe sich die Zahl bei rund 80 Kunden eingependelt. Versorgt werden sie von ehrenamtlichen Helfern der Tafel, die Lebensmittel zumeist von den heimischen Märkten einsammeln, sortieren und verteilen. Zwischen 45 und 50 Helfern schwankt die Stammbesetzung. Viele werden im zweiwöchigen Wechsel für die Tafel tätig, andere unterstützen sie bei Sammlungen. „Auf diese Weise ist der zeitliche Einsatz zu bewältigen“, sagt Hainer. Die Motivation der meisten Ehrenamtlichen: Helfen – und dabei erleben, dass die Hilfe auch direkt bei den Menschen ankommt, die sie benötigen. Darunter fallen auch andere Unternehmungen, die auf den ersten Blick wenig mit der Lebensmittelausgabe zu tun haben: Eine Fahrradwerkstatt, die Verteilung von Obst an Schulkinder, Schwimmkurse für Kinder. Hainer: „Das ist nicht der originäre Aufgabenbereich der Tafel. Doch wenn wir sehen, dass Hilfe gebraucht wird und wir helfen können – warum sollten wir es nicht tun?“ Zehn Jahre besteht die Einrichtung am Theenser Anger in diesem Jahr – und nach Auffassung von Hainer ist sie wichtig wie am ersten Tag, wenn nicht noch wichtiger. „Und aktuell glaube ich nicht, dass wir die Tafel in zehn Jahren nicht mehr brauchen werden“, sagt er. Zwei Aspekte beschäftigen ihn dabei besonders: Es geht ihm darum, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen, aber auch darum, Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren. „Diese Mengen von guten, brauchbaren, genießbaren Lebensmitteln, die zu uns kommen und die sonst weggeschmissen würden – das macht mir allergrößte Schwierigkeiten.“ Zwei Herzen schlügen bei diesem Thema in seiner Brust: Auf der einen Seite weiß er, dass die Weitergabe der Lebensmittel den Tafel-Kunden wirklich helfe, auf der anderen Seite versteht er die Strategie der Lebensmittelkonzerne nicht: „Dieser absolute Überfluss. Brot fliegt nach vier Stunden aus dem Regal, um durch neu gebackenes ersetzt zu werden.“ Wenn sich Hainer für das neue Jahr der Tafel etwas wünschen sollte, dann gehört der Stopp der extremen Überproduktion dazu. Und über seine Arbeit kennt Hainer auch die Armut im vermeintlich reichen Deutschland: „Die Politik ist gefragt, an dieser Situation etwas zu ändern – gerade, was die Armut von Kindern angeht. Aber bei uns wird dieses Problem gerne auf die Ehrenamtlichkeit abgeschoben.“ Für sein Team hofft Hainer, dass die gute Zusammenarbeit auch 2017 weiter funktioniert – und die geplante Integration von Tafel-Kunden ins Team wie erwartet gelingt.
Tafel-Kunden engagieren sich als Helfer im Team
Ein neues Vorhaben der münderschen Tafel: Das Team hat Verstärkung von zwei Kunden der Einrichtung bekommen – John Andrewpia aus Nigeria und Mieron Melles aus Eritrea unterstützen die Mitarbeiter bei der Vorbereitung und Verteilung von Lebensmitteln. John Andrewpia hat dabei regelmäßig auch Kontakt zu anderen Tafelkunden. Der 37-Jährige ist die Konstante im mobilen Service der Einrichtung. Menschen, die aufgrund von Krankheit oder eingeschränkter Bewegungsfähigkeit die Ausgabe am Theenser Anger nicht selbst aufsuchen können, werden beliefert – und Andrewpia, der im Tafelteam nur „Unser John“ gerufen wird, hat 14 ständige Kunden in Nienstedt, Eimbeckhausen und Bad Münder. In den Genuss dieses besonderen Service kommt längst nicht jeder, die Tafel hat die Bedingungen für die Belieferung eng gefasst. Dazu gehört auch ein persönlicher Hausbesuch durch Siegfried Schönfeld. Geklärt wird dabei auch, ob Unverträglichkeiten vorliegen und welche Lebensmittel bevorzugt werden. Andrewpia kennt die Vorlieben, und er kommt gut bei den Kunden an. „Sie lieben ihn“, schmunzelt Tafel-Chef Dieter Hainer. Für den Nigerianer ist der Kontakt mit Tafel-Kunden wie Tafel-Helfern wichtig. „Ich kann mein Deutsch verbessern. Und ich mache etwas Sinnvolles.“ Handwerkliches Geschick hat er für die Tafel auch bereits bewiesen – etwa beim Aufbau eines Carports. Hainer hofft, ihn in einem Projekt im Bundesfreiwilligendienst unterbringen zu können, um ihn im Integrationsprozess weiter zu unterstützen. Seinen Lieblingsplatz in Bad Münder kann Andrewpia klar benennen. „Natürlich die Tafel.“ Glücklich über die Chance, sich bei der Tafel einbringen zu können, ist auch Mieron Melles. Der 30-Jährige hat vor zwei Jahren die Flucht über das Mittelmeer gewagt, flüchtete vor politischer Verfolgung durch das Regime in Eritrea. Für 2000 Euro verfrachteten ihn Schlepper auf einen 40 Meter langen Kahn – gemeinsam mit rund 550 weiteren Flüchtlingen landete er erst in Italien, bevor es nach Deutschland weiterging. Melles gehört zu den Tafel-Kunden, die sich um eine Tätigkeit im Tafelteam bewarben. „Ich muss etwas tun. Muss arbeiten. Den ganzen Tag zuhause sitzen, das ist nicht gut“, sagt der 30-Jährige. Er hofft auf einen Job in einem Unternehmen. Sein Asylanerkennungsverfahren läuft. Drei Monate lang hat er bereits in einer Trainingsmaßnahme der Arbeitsagentur bei Haworth gearbeitet. „Das hat mir gut gefallen.“ jhr
Alle Presseartikel dieses Jahres
19.09.2017 Ein Gefühl fürs Helfen entwickeln  
08.08.2017 10000 Euro vom Bund für die Tafel  
24.07.2017 So gelingt Integration  
14.07.2017 Zu dritt für die Drahtesel  
10.07.2017 63 Kisten füllen das Tafel-Lager auf  
10.05.2017 Ihr Engagement ist Gold wert  
24.03.2017 Der Initiator geht  
23.03.2017 Bad Münder im Tafel-Mittelpunkt  
27.01.2017 Kinder spenden für Kinder  
10.01.2017 Das Ehrenamt wird's schon richten  
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